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Rassismus oder Sätze wie "Geh doch zurück in dein Land"

Ich habe schon lange auf dem Herzen gehabt über diesen Satz zu schreiben, da dieser so unsinnig ist und trotzdem viele Menschen mit ausländischen Wurzeln verletzt. Ich habe mir lange als Mensch mit äthiopischen Wurzeln Gedanken darüber gemacht, was ich von solch einer Aussage halten soll. Der erste Gedanke war spontan als Reaktion auf diesen Satz: Wo soll ich hingehen, etwa zurück nach Mönchengladbach, wo ich geboren bin? Oft werde ich auch gefragt: Woher kommst du noch mal? Da habe ich auch öfters "versehentlich" geantwortet: "Aus Mönchengladbach!" Damit man sich als ausländisch-stämmige Person von solchen Sätzen nicht verletzen lässt, ist es wichtig, sich über seine Position bewusst zu sein. Natürlich hat man einen Migrationshintergrund, d. h. aber nicht, dass man weniger "Deutsch" ist als andere. Mein Blog ist die Antwort auf einen Vorfall, der bei "Schauhin" beschrieben worden ist. Dort geht es um eine junge Frau, die genau wegen eines solchen Satzes verletzt worden ist. Hier der Link zu der Seite Schauhin auf Facebook. Hier kann jeder, dem Rassismus wiederfahren ist, darüber sprechen. Das hilft Lösungen zu finden und aus der Opferrolle herauszuwachsen. https://www.facebook.com/hashtag/schauhin?source=feed_text&story_id=879499348750772&pnref=story Was ich mir wünsche ist, dass es selbstverständlich ist, dass man sich trotz seines Hintergrundes Deutsch fühlt und dass man sich bewusst ist, dass man den "anderen Deutschen" in nichts nachsteht. Daher wäre meine Antwort auf diesen Satz: "Ich bin doch schon in meinem Land". Die Menschen, die solche Sätze äußern, begehen ein Unrecht. Sie stellen sich über das Grundgesetz und verhalten sich so, als hätten Sie die Macht, darüber zu entscheiden, wer "zu gehen hat". Das ist falsch. Was ich mit meinem Blog bewirken will, ist nicht unbedingt, verbohrte Menschen zu verändern. Mein Ziel ist es, diejenigen, die mit solchen verbohrten Aussagen zu kämpfen haben, zu ermutigen und zu bestärken:-))und dann erst recht zu sagen "Ich bin doch schon in meinem Land."

11.12.14 18:18

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nemi (11.12.14 18:30)
Ich übernehme jetzt einfach einmal die ehrenhafte Rolle des ersten Kommentators: was du geschrieben hast, ist toll und ich hoffe hier bald noch viel mehr zu finden! Ich glaube, dass du ein lohnendes Ziel vor Augen hast. Denjenigen, deren Herzen schon vor Hass zerfressen sind, ist nicht zu helfen. Sich auf alle zu konzentrieren, die ein offenes Herz mitbringen, mit und ohne Migrationshintergrund, das macht Sinn und ist eine schöne Aufgabe. Ich bedanke und verneige mich.
Nemi


Samya (11.12.14 18:38)
Danke Nemi;-) Das gibt Mut. Kennst du Kübra die Autorin? Sie hat mich inspiriert für unsere Rechte einzustehen. Ich hoffe, dass noch mehr Muslime anfangen zu sprechen und in den Dialog eintreten und nicht ÜBER sich sprechen lassen. Die Zeiten, dass Meinung über uns gebildet wird ist vorbei. Wir bilden jetzt die Meinung;-))


(11.12.14 18:51)
Mein Stammbaum lässt sich mütterlicherseits bis ins 14 Jahrhundert zurückverfolgen,väterlicherseits "zuverläßig" immerhin bis ins 18 Jahrhundert - ich bin deutsch-deutscher geht's nicht....
Nur,ich definiere mich schon seit Ewigkeiten nicht mehr als "deutsch",sondern allenfalls noch als Europäerin mit deutschen Wurzeln,in erster Linie aber einfach als Mensch....


strongmind (12.12.14 06:26)
Hallo;-) ja das stimmt, wir sind ja alle Menschen, das haben wir gemeinsam und das ist auch eine super Einstellung so zu denken:-)))Ich denke auch so:-) nur wenn mir jemand mit solchen Aussagen kommt, dann erinnere ich diese Menschen nochmal an bestimmte Tatsachen, nämlich das wir auch Deutsche sind-)Wenn alle Menschen wie du denken würden, dann wäre vieles leichter:-)

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